Jens-Nydahl-Grundschule
Jens-Nydahl-Grundschule / Kohlfurter Str. 20 / 10999 Berlin

Jahrgangsübergreifendes Lernen (JüL)
Inhalt: Jutta Herok
Seit 3 Jahren unterrichten wir jetzt in jahrgangsübergreifenden Klassen.
Das erste Jahr in 1-2 seit 2 Jahren 1-2-3.
Für die Kinder war das anfangs sehr schwer,
weil die 1. Klassen nach dem 1. Jahr aufgeteilt werden mussten
und die Klassen mit neuen Erstklässlern aufgefüllt wurden.
Dann musste noch einmal geteilt werden, damit wieder neue Erstklässler dazu kamen.
Seit zwei Jahren haben wir jetzt die Jahrgangsmischung 1-3.
Wir haben 8 Klassen, die so eingerichtet sind.
Warum arbeiten wir in jahrgangsgemischten Gruppen?

Jedes Kind hat seine eigenen Vorerfahrungen, sein eigenes Lerntempo,
seine eigene Art zu lernen.
Durch die verschiedenen Klassenstufen muss viel differenziert werden.

Im Kreisgespräch wird ein neues Thema gemeinsam besprochen.
Hier kommt die ganze Vielfalt der verschiedenen Jahrgangsstufen und Vorerfahrungen
der Kinder zur Sprache. Alle profitieren von dem Wissen der anderen.
Danach erhält jedes Kind einen Arbeitsplan, den es in einer gewissen Zeit bearbeiten muss.
Dieser ist auf die individuellen Ansprüche der Kinder zugeschnitten.
und die Kinder haben die Möglichkeit, entsprechend ihrer Möglichkeiten zu arbeiten.

Unterschiedliche Jahrgangsstufen arbeiten in Mathematik
gemeinsam und helfen sich gegenseitig.
Erstklässler und Zweitklässler
erkunden das Museum gemeinsam.
Eine Drittklässlerin liest
den kleineren Kindern vor.
Wir arbeiten mit Wochenplänen,
so dass jede Klassenstufe selbstständig
in ihrem eigenen Stoff arbeiten kann.
Nebenbei nehmen wir Lehrerinnen uns die Zeit,
mit einzelnen Kindern oder Gruppen
spezielle Probleme zu erarbeiten.

Schneller lernende Kinder können so
den Stoff der höheren Klassen mitnehmen.
Langsamer lernende Kinder vertiefen ihn
mit den jüngeren Kindern.

Wir holen uns Hilfe,
wo wir welche bekommen können:
z.B. Lesepaten und Lesepatinnen
oder Lehrer und Lehrerinnen
oder auch Physikpaten.


Die Lesepatin hilft auch
in ungewöhnlichen Arbeitssituationen.
Bei den Physikpaten arbeiten
Große und Kleine zusammen.

Am Anfang eines neuen Schuljahres sind wenig Kinder einzugewöhnen.
Die neuen Erstklässler gewöhnen sich schnell an die großen Kinder
und lernen von ihnen die Regeln in der Klasse:
im Kreis hinsetzen, Abheften von Arbeitsblättern, Kennenlernen der Schule.
Auf dem Schulhof können sie sich an den Großen orientieren.
Sie finden ohne Probleme wieder in den Klassenraum.